Die Sprache wurde 1986 von Joe Armstrong bei Ericsson erfunden. Als grosses Telekommunikationsunternehmen nutzte Ericsson Erlang zunächst für sein Telefonvermittlungssystem und zur Verbesserung der Entwicklung von Telefonanwendungen. Das volle Potenzial von Erlang war damals noch nicht offensichtlich; die Situation änderte sich erst viel später.
1998 wurde Erlang als Open Source freigegeben, was seinen Einsatz stark erweiterte. Erlang wurde unter anderem genutzt, um WhatsApp zu programmieren und die Entwicklung der GPRS-, 3G- und LTE-Mobilfunknetze zu unterstützen. Armstrong sagte einmal, Erlang sei "write once, run forever". Er schrieb:
"Erlang nutzt nebenläufige Prozesse zur Strukturierung des Programms. Diese Prozesse teilen sich keinen Speicher und kommunizieren über asynchrones Message Passing. Erlang-Prozesse sind leichtgewichtig und gehören zur Sprache, nicht zum Betriebssystem. Erlang verfügt über Mechanismen, mit denen Programme ihren Code 'im laufenden Betrieb' ändern können, sodass Programme während der Ausführung weiterentwickelt und verändert werden können."
Das erklärt einen grossen Teil der heutigen Renaissance von Erlang: eine Technologie, die lange unter dem Radar lief, hat sich als ausgezeichnete Lösung für viele moderne Anwendungen erwiesen.
Unser Kunde ist ein bekannter Hersteller von Industriepumpen. Er wollte ein Modul, das automatisch SMS-Benachrichtigungen an seine Kunden sendet, wenn eines seiner Geräte ausfällt oder defekt wird.
Der von uns entwickelte Service basiert auf der Twilio-API und wurde in Erlang programmiert. Das SMS-Modul wurde erfolgreich in den Software-Stack des Kunden integriert.